IMG 2204Gibt es Autos, die innen größer sind als außen? Beim Honda Jazz ist man fast geneigt, dies zu glauben. Seit 1983 gibt es den smarten Kleinwagen bereits, nun wurde ihm mit dem Crosstar eine dezente SUV- Variante zur Seite gestellt.

Eigentlich wurde der Jazz als Mini Van im besten Sinn der Sache konstruiert, doch diese Autogattung ist mittlerweile (beinahe) ausgestorben. Der Jazz ist geblieben, doch man hat mit dem Crosstar dem Zug der Zeit Rechnung getragen. Geblieben ist eine kurze Frontpartie, eine relativ hohe Dachlinie und ein fast gerade abfallendes Heck- der Garant für Beste Nutzung des Innenraums. Der Crosstar ist zudem etwas höher und ermöglicht damit ein bequemeres Entern des Innenraums. Optisch ist er etwas markanter als sein eher unauffälliger Bruder. Ein anderer, mehr ins Auge stechender Kühlergrill, beplankte Seitenschweller und auffälligere Stoßfänger sollen den SUV Stil etwas betonen. Dazu kommt nun ein schwarzes Dach und ebensolche A-Säulen. Zudem das bei unserem Testfahrzeug markante Rot, das dem Auto ausgezeichnet steht. Große Fensterflächen sorgen für ausgezeichnete Rundumsicht, für die trotzdem hervorragende Steifigkeit wurde großzügig hochfeste Stahlbleche verbaut, die zudem auch noch leicht sind. Innen ist sowohl vorne wie hinten Platz genug auch für großgewachsene Zeitgenossen, man fühlt sich auch auf den knapp über vier Metern Auto sofort wohl.

Das liegt am typischen Jazz-Konzept, das bei versenkten Rücksitzen und Beladung bis zum Dach erlaubt und so 1.200 Liter Ladevolumen bietet. Dazu kommt eine Flexibilität mit der Honda auf dem gebotenen Raumvolumen mehr nutzbaren Platz als die Konkurrenz bietet.  Durch die Platzierung des Tanks unter die Vordersitze hat in Reihe zwei eine spezielle Konstruktion Platz. Die „Magic Seats“ genannten Rücksitze lassen sich wie Kinostühle nach oben klappen, dadurch können im Fond besonders hohe Gegenstände transportiert werden – wer öfter in den Bau- oder Möbelmarkt fährt, wird Honda für diese Idee lieben. Auch beim klassischen Umlegen sind die Japaner konsequenter als die meisten Konkurrenten: Klappt man die Rücksitzlehnen nach unten, senken sich auch die Sitzflächen ab, sperrige Gegenstände lassen sich dadurch leichter laden.

Der Innenraum selbst gibt sich schlicht und trotzdem wohnlich, auf überflüssige Gimmiks wurde bewusst verzichtet. Auffällig erst auf den zweiten Blick die diversen Kleinigkeiten wie etwa die zusätzlichen Flaschenhalter links und rechts vom Armaturenbrett, die Getränke werden hier durch die Luftauslässe im Sommer kühl und bei Bedarf im Winter warm gehalten. Das Armaturenbrett ist auf den ersten Blick einfach, auch hier sind die wahren Werte gut versteckt. Etwa die wirklich innovative Konnektivität, die in dieser Klasse wirklich ihresgleichen sucht. Mit dem „Honda Personal Assistant“ hat man ein Tool entwickelt, das ähnlich wie etwa Google arbeitet. Auch wer mit Sprachsteuerungen auf Kriegsfuß steht, findet sich hier sehr schnell zurecht. Egal, ob man das Navi bedienen will oder einfach nur die nächste Tankstelle, ein Amt oder einen Supermarkt sucht, Jazz versteht alles. Und das Programm ist sehr schnell und damit auch effektiv. 49 Euro kostet der „Honda Personal Assistant“ pro Jahr und ist im stressigen Alltag sicher jeden Cent wert. Dazu gibt es eine Smartphone App, die vor allem das Fahrzeug sicher lokalisiert und auch sagt, wie lange man dahin braucht.

Natürlich wird auch das Thema Sicherheit, das gerade bei kleinen Autos enorm wichtig ist, sehr ernst genommen. So ist der Jazz das erste Modell seiner Klasse mit zentralen Frontairbag. Untergebracht in der Rückenlehne des Fahrersitzes, kann dieser den direkten Zusammenstoß von Fahrer und Beifahrer bei einem Seitenaufprall verhindern oder abmildern. Eine weitere Verbesserung sind die in die Rücksitzpolster integrierten i­-side Airbags, sie schützen die hinteren Passagiere bei einem Seitenaufprall vor einem Zusammenstoß mit der Tür oder der C-Säule. Ebenfalls nicht selbstverständlich ist der zusätzlich zum Frontairbag verbaute Knieairbag auf der Fahrerseite, der die Vorwärtsbewegung des gesamten Körpers unterdrückt und dadurch den Schutz der unteren Gliedmaßen, aber auch von Kopf­ und Brustbereich, erhöht. Zusätzlich zu den vielen Airbags versammelt Honda auch eine Armada von Assistenten, die den Schutz der Passagiere organisieren. Schlüsselloses Auf- und Zusperren ist natürlich ebenfalls mit an Bord. 

Auch bei der Motorisierung hat man sich einiges einfallen lassen. Das neu konzipierte e:HEV-System im Jazz ist kein Plug in Hybrid, also nicht aufladbar. Es kombiniert einen 1,5 Liter großen Vierzylinder-Sauger mit zwei Elektromotoren die 109 PS (80 kW) und 253 Nm Drehmoment zur Verfügung stellen. Bis zu einer Geschwindigkeit von 40 bis 50 km/h ist der Jazz Crosstar fast ausschließlich elektrisch unterwegs. Der Verbrenner treibt dann die zweite E-Maschine an, die als Generator den Strom für den Antriebsmotor liefert. Nur wer stark beschleunigt und mit mehr als 100 km/h unterwegs ist, schafft einen direkten Kraftfluss an die vordere Achse. Über eine Überbrückungskupplung sind die Motoren direkt mit den vorderen Antriebsrädern verbunden und beschleunigen den kleinen Honda bei entsprechendem Druck aufs Gaspedal ebenso laut wie kraftvoll: In 9,9 Sekunden geht es auf Tempo 100, maximal sind 173 km/h drin. Sowohl in der Stadt als auch über Land ist man damit gut motorisiert, das Fahren ist in jeder Situation sehr angenehm

Beim Verbrauch gibt sich der „jazzige“ SUV mit meist etwas über 4,5 Litern erstaunlich sparsam, auch die nun wieder steigenden Benzinpreise verlieren so ihren Schrecken.

Bleibt noch der Preis: Mit einem Listenpreis von etwas über 27.500 Euro ist der Jazz Crosstar in der Top-Ausstattung beileibe kein Sonderangebot, aber dafür gibt es außer der Sonderlackierung so gut wie keine Aufpreisliste. Wie von Honda gewohnt wird auch der Crosstar zu den langlebigen und damit nachhaltigen Autos gehören. 

 

Technische Daten

Honda Jazz Crosstar e:HEV 1.5 i-MMD Hybrid Executive

Preis: 27.590 Euro. Einstiegspreis Jazz 22.590 Euro.

Antrieb: Hybridantrieb mit 1.5 Liter i-VTEC (72 kW/98 PS) Vierzylinder Benzinmotor und E-Motor (80 kW/109 PS), Lithium-Ionen-Batterie, Direktantrieb (kein Getriebe). Frontantrieb.

Abmessungen: Länge 4.090 mm, Breite 1.725 mm, Höhe 1.556 mm, Radstand 2.520 mm. Ladevolumen: 298 Liter (Rücksitze hochgeklappt) – 1.199 Liter (Rücksitze versenkt bis Dach).

Gewicht: Leergewicht 1.253 – 1.255 kg. Zulässiges Gesamtgewicht 1.710 kg.

Fahrwerte: Vmax 173 km/h, 0 – 100 km/h 9,9 sec, Normverbrauch 4,8 Liter, CO2-Emissionen 110 g/km.

Testverbrauch: 4,6 Liter.

 

 


Technische Daten

Preis

Preis Deutschland22.250,00 Euro
Preis Österreich22.590,00 Euro



KFZ Steuern


Die Steuern werden für ein Fahrzeug mit einem Benzin Motor, einem CO2 Ausstoß von 159g/km, einer Leistung von 72kW, einem Hubraum von 1498cm3 und der Abgasnorm Euro Euro 6 berechnet.



KFZ Steuern Österreich

KFZ Steuer bei jährlicher Zahlungsweise: 515,52 Euro
KFZ Steuer bei halbjährlicher Zahlungsweise: 546,45 Euro
KFZ Steuer bei vierteljährlicher Zahlungsweise: 556,76 Euro
KFZ Steuer bei monatlicher Zahlungsweise: 567,07 Euro


KFZ Steuern Deutschland



Technik

GetriebeAutomatik
Motor
Beschleunigung 0-100km/h9.4 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit 175 km/h
Leistung72 kW / 98 PS
Drehmoment131 Nm
Hubraum1.498 cm3
CO2159 g/km
Gewicht1.320 kg
Länge4.044 mm
Breite1.694 mm
Verbrauch4.5 Liter/100km
Tankinhalt40 Liter
Reichweite ohne Rekuperation889 km
TreibstoffBenzin
EuronormEuro 6
Kommentar1.5 i-MMD Hybrid Comfort




Energieeffizienz

Effizienzklasse: EEnergieeffizienz Klasse E

Der Wagen befindet sich in der Energieeffizienzklasse E. Das bedeutet, dass er im Vergleich zu einem Wagen mit 1320kg durchschnittlich zwischen -0,99% weniger und 8% mehr CO2 ausstößt. Für die Berchnung ist nur das Gewicht des Wagens, nicht aber die Leistung (kW/PS) relevant. Dieser Wert sagt nichts über die Wirtschaftlichkeit des Wagens aus.