Mokka e 12012 kam der Opel Mokka A auf Basis der Gamma-II-Plattform von GM Korea in den Handel. Die Technik teilte er sich mit der ersten Generation des Buick Encore und dem Chevrolet Trax, der auch hierzulande erhältlich war. Der Nachfolger Mokka B wurde im Juni 2020 vorgestellt und kam Anfang 2021 in den Handel. Er baut auf der Common Modular Plattform des PSA-Konzerns auf und ist auch als batterieelektrisch angetriebener Opel Mokka-e erhältlich. Und genau den haben wir uns näher angesehen.

Wie auch andere Opel-Modelle, wurde der Mokka faktisch von Grund auf neu designend. Als erstem Modell hat man dem kompakten SUV unter der PSA- beziehungsweise Stellantis-Ägide das neue Markendesign spendiert. Das bedeutet eine Frontpartie mit dem sogenannten Opel Vizor-Design, das in der Top-Version auch mit Matrix-LED-Scheinwerfern erhältlich ist. Das Heck wird von markanten LED-Rückleuchten und scharfe Kanten geprägt, die Seitenlinie betont die neue Dynamik noch dazu recht vorteilhaft. Komplett neu entstanden ist natürlich auch der Innenraum. Die zum Fahrer geneigte Mittelkonsole mit dem 10"-Touchscreen erleichtert das Ablesen und dessen Bedienung. Trotzdem gibt es, wie etwa auch bei den Konzernbrüdern auch, extra Schnellwahltasten und eine getrennte Regelung für die Klimaautomatik. Dies erleichtert die Bedienung ohne viel Ablenkung, bei so mancher Konkurrenz muss man sich erst endlos durch diverse Menü-Unterpunkte wühlen, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen. Das griffige Lenkrad und die vielen Ablagen sprechen ebenfalls für ein durchdachtes Innenraumkonzept.

Die vorderen Passagiere können sich auch im neuen Mokka über sehr bequeme Sitze und viel Platz freuen. Im Fond wird es der Klasse entsprechend etwas enger, wobei man es auf kurzen Strecken durchaus auch als groß gewachsener Passagier gut aushalten kann.

Das Kofferraumvolumen ist mit 350 bis 1.060 Litern Ladevolumen für ein Fahrzeug dieser Klasse recht großzügig dimensioniert, die Akkus sind so platziert, dass sie das Volumen kaum einschränken. Einzig die Taste zum Öffnen der Heckklappe ist unter dem Stoßfänger etwas zu tief positioniert. Abgesehen davon, dass man sie als Mokka-Neuling kaum findet, macht man sich sicher beim Öffnen die Hände und gegebenenfalls auch die Kleidung schmutzig.

Für unseren Test stand ein Elektro-Mokka mit der Top-Ausstattungslinie „Ultimate“ zur Verfügung, der recht umfangreich ausgestattet war. Matrix-LED-Scheinwerfer, das Opel Pure Panel Cockpit mit 12“-Digitaltacho und 10“-Touchscreen, Sitzheizung vorne, Lenkradheizung, eine Klimaautomatik, ein Navigationssystem, Komfortsitze mit Alcantara/Premium-Lederoptik, das Active Drive Assist-Paket, ein schlüsselloses Zugangssystem und 18"-Alufelgen sind hier serienmäßig mit an Bord. Als Optionen gibt es hier noch das Park- & Go Premium-Paket mit elektronischer Einparkhilfe sowie eine kabellose Lademöglichkeit für das Handy.

Wie seine Konzernbrüder hat auch der Opel Mokka den nun schon vielfach bewährten Elektromotor mit einer Leistung von 136 PS (100 kW) unter der Haube, der hier die Vorderräder antreibt. Der Fahrer kann wie üblich aus verschiedenen Fahrmodi wählen.

Den besten Kompromiss aus Reichweite und Fahrspaß bietet der normale Fahrmodus. Hier wirkt der Mokka spritzig genug, um auch Überholmanöver souverän meistern zu können, und man gewinnt gegen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor meist auch locker jeden Ampel-Sprint. Im Eco-Modus wirkt die Leistungsentfaltung wie üblich eher gedrosselt, er ist nur zu empfehlen, wenn die Kapazität der 50 kWh großen Batterie sich schon dem Ende zuneigt und weit und breit keine Ladesäule in Sicht ist.

Den meisten Fahrspaß bietet der Mokka natürlich im Sport-Modus. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h vergehen nur 9,0 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt hier bei (immer noch illegalen) 150 km/h.

Ruft man die sportlichen Fahrleistungen öfters ab, sollte man jedoch mit einer deutlich reduzierten Reichweite rechnen. Wer ständig im Eco-Modus unterwegs ist, wird aber sicher die vom Werk angegebenen 318 bis 324 Kilometer Reichweite meist realisieren können.

Wir waren für unsere Verbrauchsfahrt meist im normalen Fahrmodus unterwegs und sind damit auf eine Reichweite von rund 270 Kilometern gekommen. Dies reduziert sich etwa bei Autobahnetappen mit der dort erlaubten Höchstgeschwindigkeit auf etwa 200 Kilometer. Dann sollte man nach einer Schnellladestation Ausschau halten, hier kann man nach etwa 30 Minuten und 80 Prozent der vollen Kapazität wieder Gas beziehungsweise Strom geben.  

Allerdings sollte dazu eine 50 kW-Ladesäule vorhanden sein.

Auch der angegebene Verbrauch von 17,4 bis 17,8 kWh pro 100 Kilometer ist auch bei flotter Fahrweise durchaus realistisch, nur Grobmotoriker werden deutlich mehr Energie benötigen.

Das Fahrwerk und die Federung sind trotz der flotten Optik eher auf Komfort ausgelegt, für allzu sportliche Fahrweise ist der Mokka aber nicht gebaut, eher für komfortable Fortbewegung auf allen Wegen, denn auch auf schlechten Straßen wird man nicht unangenehm durchgeschüttelt. Passend dazu die Dämpfung zum Innenraum, Wind, - Abrollgeräusche oder sonstige akustische Belästigungen bleiben auch bei höherem Autobahntempo draußen.

Keinen Grund zur Klage gibt es auch bei der Sicherheitsausstattung, der Mokka-e kann mit allem aufwarten, was man sich in dieser Klasse nur wünschen kann. Vom adaptiven Tempomat über diverse Assistenzsysteme bis hin zu den schon erwähnten LED-Matrix-Scheinwerfern reicht die Palette.

Auch die optionale automatische Einparkhilfe erleichtert Umgang mit dem 415 cm langen SUV vor allem in den immer enger werdenden Parkhäusern.

Fazit:

Mit dem neuen Mokka-e hat Opel auf jeden Fall einen optischen Hingucker auf die Räder gestellt. Seine komfortable Ausstattung und sein spritziger Elektromotor machen den kleinen SUV zu einem sehr angenehmen Begleiter.

Die Reichweite geht in Ordnung, zumindest für jene, die nicht zu oft auf der Langstrecke über die Autobahn unterwegs sind. Zum Listenpreis von 40.849, - Euro bekommt man hier schon eine sehr umfangreiche Ausstattung geliefert.


Technische Daten

Preis

Preis Österreich40.849,00 Euro




KFZ Steuern

KFZ Steuern Österreich

In Österreich sind Elektroautos von der KFZ Steuer befreit. Die NOVA entfällt ebenfalls. Dies gilt nicht für Hybridfahrzeuge und Range-Extender!

KFZ Steuern Deutschland

In Deutschland sind Elekroautos bis 10 Jahre nach ihrer Anschaffung von der Steuern befreit (Stand 01/2022). Diese Regelung gilt bis 2030. Bei Wasserstoffautos wenden sie sich bitte an ihren Steuerberater.

Die reguläre Steuer wird wie folgt gestaffelt:
- Bei einem zulässigem Gesamtgewicht bis zu 2.000 kg zahlen Sie
5,625 Euro pro 200 kg.
- Bei einem zulässigem Gesamtgewicht zwischen 2.001 kg und 3.000 kg zahlen sie
6,01 Euro pro 200 kg.
- Bei einem zulässigem Gesamtgewicht ab 3000 kg zahlen Sie
6,39 Euro pro 200 kg.

Ohne Steuererlass werden 56,19 Euro pro Jahr fällig.


Technik

Getriebe1GangAutomatik
MotorPSM
Beschleunigung 0-100km/h9.0 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit 150 km/h
Leistung100 kW / 136 PS
Drehmoment260 Nm
Hubraum0 cm3
CO20 g/km
Gewicht1.598 kg
Länge4.151 mm
Breite1.791 mm
Verbrauch17.8 kWh/100km
Akku50 kW
Reichweite ohne Rekuperation281 km
Mehr Reichweite durch Rekuperation in km43 km
Mehr Reichweite durch Rekuperation in %17.911 %
Reichweite mit Rekuperation324 km
TreibstoffStrom
EuronormEuro 6
KommentarE-C4




Energieeffizienz

Effizienzklasse: A+Energieeffizienz Klasse A+

Der Wagen befindet sich in der Energieeffizienzklasse A+. Das bedeutet, dass er im Vergleich zu einem Wagen mit 1598kg durchschnittlich weniger als 37% CO2 ausstößt. Für die Berchnung ist nur das Gewicht des Wagens, nicht aber die Leistung (kW/PS) relevant. Dieser Wert sagt nichts über die Wirtschaftlichkeit des Wagens aus.