Bereits bei den ersten Präsentationen legte man Wert darauf, keine Billigmarke zu sein, sondern Fahrzeuge zu liefern die es auch mit der etablierten Konkurrenz aufnehmen können. Und es hat sich gelohnt, die Autos der Marke sind immer öfter im Straßenbild präsent, der Marktanteil in Österreich lag im ersten Quartal bei respektablen 2,5 Prozent. Und es werden mehr werden, vor allem wenn man sich etwa den Dolphin Surf ansieht.
Klimaanlage, Tempomat, Parksensoren, Rückfahrkamera, kabellose Anbindung des Smartphones per Android Auto oder Carplay, automatisches Fernlicht sowie Over-the-Air-Updates, Sprachsteuerung und eine Vehicle-To-Load (V2L) gehören ebenfalls dazu. Die Außenspiegel können elektrisch verstellt und beheizt werden. Zur Kindersicherung sind Beifahrersitz sowie die beiden Rücksitzplätze mit Isofix-Verankerungspunkten ausgerüstet. Das Tagfahrlicht ist in LED ausgeführt. Mittels Smartphone oder Wearable lässt sich das Fahrzeug ohne Schlüssel entriegeln. Und mit der BYD-App kann man zum Beispiel den Innenraum vorklimatisieren. Als Draufgabe gibt es auch eine Karaoke Funktion, um die Kinder während einer längeren Fahrt zu unterhalten.
Das Platzangebot ist dank des für die Länge großen Radstands von 2,50 Metern recht gut, vier Personen finden ausreichend Platz, auch hinten kann man es zumindest auf kürzeren Strecken ganz gut aushalten. Allerdings ist für größer gewachsene Zeitgenossen die Kopffreiheit etwas gering. Der Kofferraum ist schmal, aber relativ tief. Dadurch passen laut Hersteller immerhin 308 Liter ins Heck. Nach dem Umklappen der Rücksitzlehnen sind bis zu 1037 Liter Transportgut möglich.
Beim Antrieb hat der Kunde die Wahl zwischen einem Akku mit 30 oder 43,2 kWh Kapazität, wobei der kleine Akku sich mit maximal 65 kW, der größere mit bis zu 85 kW an der DC-Säule aufladen lässt. Beides sind Lithium-Eisen-Phosphat-Akkus (LFP), die als besonders haltbar und sicher gelten und die ohne die teuren Schwermetalle Nickel, Mangan und Kobalt (NMC) auskommen.
Als sogenannte „Blade-Batterie“ fungiert das Akku-Paket als konstruktiver Bestandteil der Karosserie und sorgt damit für eine optimierte Steifigkeit. Bei der Antriebsleistung stehen 65 kW 88 PS) oder 115 kW (156 PS) zur Wahl, wir hatten als Testauto letztere Version ausgefasst.
Gut gefallen haben uns auch die Assistenzsysteme. Der Spurassistent greift zwar ein, aber nicht dauernd rigide, die Tempowarnung ist dezent und auch sonst hält sich die Elektronik dezent zurück.
Preislich liegt der Dolphin Surf mit 19.990 für die schon sehr gut ausgestattete Basisversion dezent zurück, der von uns getestete „Comfort“ kommt auf 25.880. Gratis dazu gibt es das „Österreich Paket“ mit Ladekabel und Unterbodenversieglung.
Fazit
Der BYD Dolphin Surf ist ein attraktives Angebot bei den Elektro-Kleinwagen. Er überzeugt technisch in den meisten Belangen und glänzt durch eine umfassende Ausstattung sowie mit für die Fahrzeugklasse ungewöhnlichen Ausstattungsdetails. Gefallen kann auch die ausgezeichnete Verarbeitung. Und er könnte bald schon in Ungarn vom Band laufen und zwar mit österreichischen Stahlblechen….
Der Wagen befindet sich in der Energieeffizienzklasse A+. Das bedeutet, dass das Auto durchschnittlich weniger als 37% CO2 ausstößt als ein vergleichbarer Wagen mit 1390kg . Für die Berchnung ist nur das Gewicht des Wagens, nicht aber die Leistung (kW/PS) relevant. Dieser Wert sagt nichts über den Verbrauch (Liter/100km oder kwh/100km) des Wagens aus. Der Wert zeigt nur, dass der Wagen im Vergleich zu einem Wagen mit identischen Gewicht mehr oder weniger Treibstoff benötigt. |
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