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Ford Mustang HPE700 V8 5.0l – Kraftlackel aus Ami-Land

Schon die Serienversion des Ford GT mit seinem V8 und 5 Litern Hubraum ist nicht wirklich ein Schwächling. Leistet doch der Serienmotor auch schon stolze 441 PS (324 kW)! Doch zur Zeit findet in den USA ein richtiges Revival der Pony Cars („kleine“ Wägen mit sehr starken Motoren) statt. Die Corvette Z06 oder die SRT Hellcat Varianten des Dodge Challengers und des Charters sind Exemplare dieser potenten, kraftstrotzenden Spezies.


Und da Dodge mit 707 bhp (717 PS) vorgelegt hat, wollte sich der texanische Tuner Hennessey (Schöpfer des Venom GT) nicht lumpen lassen und hat nachgelegt – Ziel war mehr als die Hellcats aus dem Motor zu kitzeln – das Ergebnis waren dann 717 bhp (727 PS)!! Diese exorbitante Steigerung der Leistung wurde durch brutalste Zwangsbeatmung des  V8-Aggregats mittels eines Kompressors, der mit 7,25 bar Luft in die Verbrennungskammern des Motors pumpt, erreicht. Als maximales Drehmoment werden 857Nm angegeben.

Bei diesen Leistungsdaten dürfen sich die amerikanischen Konkurrenten wohl warm anziehen – aber nicht nur die. Die unter der Haube des HPE700 schlummernde Power könnte selbst die arrivierter Sport- und Super-Sport-Wagen-Hersteller vor die eine oder andere Herausforderung stellen. Zumindest beim Kampf um die uramerikanische Viertelmeile. Diese schafft der Testosteron-Mustang vom Stand in 11,2 Sekunden und erreicht am Ende dieser Distanz eine Geschwindigkeit von 209 km/h – und damit ist das Ende sicherlich noch nicht erreicht …
Die 100 km/h-Grenze wird nach 3,6 Sekunden durchbrochen.

Wem das reine Motortuning nicht genügt kann auch auch an der aggressiven Optik arbeiten. Neben einer Sportauspuffanlage und Bremmscheiben im 15-Zoll-Format hat Hennessey auch noch mächtige 20-Zöller mit Michelin-Sportgummis und einen Satz Carbon-Anbauteile im kostenpflichtigen Portfolio.


(c) Fotos Hennessey Performance

Kommen wir also zu den finanziellen Aspekten. Das Kraftpaket ist in den USA komplett zum Preis von USD 59.500,- zu haben (also auch günstiger als die SRT-Hellcat Varianten von Dodge). Der Preis setzt sich aus dem Mustang GT (USD 41.600,- Listenpreis) und dem Performance-Umbau (USD 17.900,-) zusammen. Unter dem Strich (für europäische Verhältnisse) ein sehr wohlfeiles Angebot, gibt’s doch bei uns ähnlich potente Sportler erst in einer Region ab 100k-Euro.

Ob der Wagen auch in Europa angeboten wird und wie hoch der Preis sein wird steht in den Sternen – unter 80.000,- Euronen wird der Kraftlackel aber wohl nicht zu haben sein (dank der Steuern und Abgaben). Bleibt noch zu erwähnen, dass der Mustang HPE700 nur in einer Kleinserie von 500 Stück hergestellt wird – wer einen haben will muss wohl „Gas geben“.

Ralph Löffler

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