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HMW wird wiederbelebt- Eine Moped-Legende ist zurückgekehrt

1962 mussten die Halleiner Motorenwerke, besser bekannt als HMW, für immer die Tore schließen. Nun wurde der traditionsreiche Moped-Marke wiederbelebt. Und sie bleibt weitgehend österreichisch.

1947 gründete der Niederösterreicher Anton Fuchs eine Motorenfirma, die vor allem einen Fahrrad-Hilfsmotor erzeugte, der in der Nachkriegszeit wesentlich zur Motorisierung der breiten Massen beitrug. Daraus entstanden die Halleiner Motorenwerke, zeitweilig das größte Mopedwerk Europas. Doch die sinkende Nachfrage, eine falsche Modellpolitik und die zwangsweise Retournierung des Werkes in Hallein an die Vorbesitzer vor dem Krieg trugen zum raschen Ende bei.

Nun hat es sich ein enthusiastisches Team um den Unternehmer und Ingenieur Michael Hofbauer zum Ziel gesetzt, diese alte Marke wiederzubeleben. 2023 gründete er die Firma HMW Mobility GmbH., nachdem er sich die Namensrechte von HMW Sammler und -Bewahrer Gregor Rehrl gesichert hatte. 2025 stieg die Firma RBO Ing Stöckl aus Stetten in Niederösterreich als Gesellschafter ein, die sich mit dem Import und der Produktion von Ersatzteilen vor allem für Oldtimer ehemaliger und noch bestehender österreichischer Zweiradhersteller beschäftigt. Sie ist der Haupthändler der jungen Firma und auch das zentral- Ersatzteillager. Für Thomas Stöckl, den Chef der zweiten Generation von RBO quasi ein Heimspiel. So verwundert es auch nicht, dass bei der kürzlich stattgefundenen Einstandsparty Neben dem Bürgermeister von Stetten auch hochrangige Vertreter der Wirtschaftskammer zugegen waren.

Die neben den historischen Mopeds ausgestellte Modellpalette der neuen HMW umfasst derzeit drei Motorräder mit 125 cm³, einem klassisch gestylten Bike im Retro Look, einer Straßenmaschine und einer Enduro. Dazu kommt eine Palette von elektrisch angetrieben Zweirädern, allen voran der Roller ConnE benannt nach dem legendären Moped-Roller Conny. Mit einer Reichweite von 120 Kilometern und einer Höchstgeschwindigkeit von 105 km/h ist er ebenfalls als 125er zu werten und kann auch mit dem B Schein mit Zusatzprüfung gefahren werden.  Die beiden ebenfalls elektrisch angetriebenen Zweiräder FoxE verstehen die Entwickler als Cross Over zwischen E-Bike und Geländemaschine. Sie könne mit 4,0 kW Leistung als zweisitziges Moped oder ohne Zulassung mit 8 kW Leistung für abseits der Straße erworben werden. Entwickelt und designt sind die Bikes in Österreich, gefertigt werden sie in China. Die Preise sind auch erstaunlich moderat, die Verbrenne r125er sind um knapp 3.000 Tausend Euro, der Roller um knapp über 5 Tausender bei einem der derzeit 12 Händler in Österreich zu haben. Am Ausbau des Händlernetzes wird hart gearbeitet, man will auch nach Deutschland und in den Osten expandieren. Zwei neue Modelle sind schon in der Pipeline, Investoren werden ebenfalls gesucht.

 

Franz Farkas

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Franz Farkas

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