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KIA Cee’d SW – Der Koreaner, der aus Europa kommt

Fragt man in der VW Zentrale nach dem Konkurrenten, dem man am meisten Aufmerksamkeit schenkt, kommt sofort, die Antwort: KIA/ Hyundai. Kein Wunder, ist doch der koreanische Konzern der fünft- größte Autoproduzent und kann weiterhin schöne Zuwachsraten verbuchen. Was aber ist  Das Geheimnis hinter diesem Erfolg? Vermutlich die Tatsache, dass auch der neue Kombi (hier Sporty Wagon getauft) eigentlich ein lupenreiner Europäer ist. Entwickelt in der Europazentrale im deutschen Rüsselsheim und gebaut in Zilina in der Slowakei hat er nur den Namen aus Korea bekommen. „Die Vorgaben aus dem fernen Osten sind marginal, wir haben freie Hand“ wird immer wieder von Designern und Technikern betont. Damit ist der Ceed ein echter Europäer, beginnend vom Motorenangebot bis hin zu Details wie etwa den eigentlich nur in Europa beleibten relativ breiten Reifen . Beim neuen Modell wurde vor allem auf Design und Qualität geachtet. Designchef Peter Schreyer, vorher bei Audi für den TT und bei VW für den Beetle verantwortlich, hat dem SW ein unverwechselbares Äußeres verpasst, das sich erfreulich von den eher nüchtern gezeichneten Kombis wie etwa dem Golf Variant abhebt. Auch innen sind die Zeiten der nüchternen Plastiklandschaften vorbei, Oberflächen wie Klavierlack oder genähtes Leder wirken wesentlich wertvoller als bei den Vorgängermodellen. Ein Clou ist die Armaturenlandschaft selbst. Wie etwa bei Jaguar ersetzt ein großes Display die herkömmlichen Uhren, die Auflösung kann mit jedem Top LED Fernsehbildschirm locker mithalten.
Bei der Ausstattung hat man sich an die Praxis gehalten. Ein Schienensystem erlaubt das Verzurren von Gepäck im Kofferraum, die Sitze sind voll versenkbar und Dinge wie Klimaanlage und Zentralverriegelung immer an Bord. Spurhalte Assistenten; Lenkradheizung und Einparkhilfe gibt es gegen Aufpreis, auf Gimmiks wie Abstandswarner oder radargestützte Bremssysteme wurde bewusst verzichtet. Obwohl man bei Kia mit dem Ceed natürlich auf den Golf schielt, ist die größte Konkurrenz wohl der i30 aus dem eigenen Haus, aber auch bei Peugeot, Toyota und Opel wird man sich warm anziehen müssen.
Franz Farkas

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