Seit 2016 ist der Niro am Markt und er hat mittlerweile viele Freunde gefunden. Auch das neue Modell wurde bereits mehrmals geehert.so zum Beispiel mit dem Marcus, des österreichischen Automobilpreises des ÖAMTC oder dem ersten Platz des Women`s World Car of the Year. Einer der Gründe ist wohl das vernunftorientierte Konzept, das höchstmögliche Variabilität zu vernünftigen Preisen ermöglicht. Für die nun zweite Generation hat man nun vor allem am Design gearbeitet, ohne das Grundkonzept allzu sehr zu ändern.
Technische Basis des Niro bildet die neueste K3-Konzernplattform und es gibt weiterhin drei Antriebsmöglichkeiten: Neben dem hier getesteten Hybrid mit 1,1-kWh-Batterie und 141 PS (HEV) gibt es noch einen Plug-in-Hybrid mit 11,4-kWh-Batterie und 183 PS (PHEV) sowie reinen Elektroantrieb mit 64,8 kWh- Batterie und 204 PS (BEV). Diesel gibt es auch für Geld und gute Worte nicht, hier ist man wohl komplett ausgestiegen.
Dank der neuen Plattform sind nun auch die Platzverhältnisse (noch) besser geworden, dazu gibt es großzügige Ablagemöglichkeiten und zahlreiche verschiedene Stromanschlüsse in beiden Sitzreihen. Gewachsen ist auch das Kofferraumvolumen der Hybrid-Version in der neuen Generation auf immerhin 451 Liter, bei umgelegter Rückbank sind es beachtliche 1.445. Insgesamt ist die Flexibilität mit den geteilt klappbaren Fondsitzen, dem höhenverstellbaren Kofferraumboden und der ebenen Ladefläche sehr groß, auch für Familien oder diverse Freizeit- und auch berufliche Aktivitäten. Wer es benötigt, der kann auch einen Hänger mit bis zu 1.300 Kilo hinterher ziehen.
Nun zum Fahrbetrieb. Unser Tester war mit dem 1,6-Liter-Vierzylinder-Beziner mit 105 PS ausgestattet, unterstützt von einem E-Motor, der zusätzliche 14 PS liefert. Das ergibt eine Systemleistung von 144 PS bei einem Drehmoment von 265 Nm. Die Kraftübertragung erfolgt über ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe auf die Vorderräder, Allrad gibt es nicht.
Der Niro ist ein Auto für ruhige Zeitgenossen, lässt man ihn einfach laufen, macht er auch das Leben mit ihm sehr einfach. Die Übergänge zwischen E-motor und Verbrenner sind unmerklich, auch das von den CVT Getrieben bekannte typische Aufheulen des Verbrenners gibt es nicht, nur ein dezentes, aber doch merkliches Brummen zeugt davon dass der Vierzylinder zum Leben erwacht ist. Die Fahrleistungen sind in Ordnung, Überholen auf Landstraßen kein Problem, aber allzu sportliche Einlagen sind nicht die Sache dieses Autos. Passend auch dazu Fahrwerksabstimmung und Lenkung, sie sind eher für gemächliche Fortbewegung gedacht. Das Handling selbst ist aber in Ordnung es kommt nie ein Gefühl der Unsicherheit auf, auch wenn man sich einmal im Grenzbereich bewegt. Außerdem überzeugt der Niro mit einem guten Abrollkomfort, die schwerere E-Version wird das wohl nicht so perfekt hinbringen.
Unser Testverbrauch lag bei 4,6 bis zu 5,4 Litern, ein ausgezeichneter Wert, auch deswegen, weil wir uns nicht kasteit haben. Lediglich flotte Autobahneinlagen fordern ein bis eineinhalb Liter mehr, das Hybridkonzept zeigt sich hier von seiner besten Seite.
Die Bedienung des Autos ist weitgehend von anderen Modellen bekannt, die Menüführungen sind soweit in Ordnung, auch die Reaktionsgeschwindigkeit gehört zu der oberen Klasse. Die Skalen und Anzeigen vor dem Fahrer sind gut ablesbar, die Lenkradfernbedienung mit normalen Tasten klappt besser als die zu streichelnden Lösungen anderer Marken. Als etwas mühsam empfanden wir die doppelt belegte Touch-Leiste unter dem zentralen Bildschirm, die zwischen Klima- und Musiktasten wechselt und vor allem im Fahrbetrieb für nicht passende Ablenkung sorgt, aber man kann sich an sie gewöhnen, genauso wie an die Lüftung, die nach dem „Alles oder nichts“ Prinzip arbeitet, bis man die Feinheiten heraus hat. Sehr lobenswert ist die Möglichkeit der einfachen Deaktivierung des Spurassistenten über eine Taste und nicht im siebzehnten Untermenü des Bordcomputers. Schnell gewöhnt haben wir uns auch an die Automatiksteuerung mittels Drehrad in der Mittelkonsole.
Preislich startet der Niro HEV bei 31.540,- Euro, es gibt vier Ausstattungslinien, von denen die Basisausstattung „Titan“ schon recht gut bestückt ist. Der Preis für unser in Platin gefasstes Testfahrzeug liegt bei 42.890,- Euro plus 5 Hunderter für das Glasschiebedach. Unserer Meinung nach ein gutes Angebot, für den ein fairer Gegenwert geliefert wird.
Fazit:
Der Hybrid ist unserer Meinung nach die derzeit praktikabelste Alternative zum klassischen Verbrenner, niedriger Verbrauch, keine Einschränkungen bei der Reichweite, in der Anschaffung relativ günstig und auch noch mit Steuervorteilen gesegnet. Der Niro HEV ist ein Auto für den Praktiker, der nicht unbedingt auf der letzten Rille unterwegs sein muss, sondern sicher und günstig von A nach B kommen will. Aus dieser Sicht eignet er sich sowohl für die private als auch für berufliche Zwecke. Wer daheim oder in der Arbeit eine Lademöglichkeit hat, kann über den über reduzierten Sachbezug steuerlich begünstigten Plug-in-Hybrid sicher noch sinnvoller nutzen, auch die reine E-Version käme hier in Frage.
Effizienzklasse: A+ Der Wagen befindet sich in der Energieeffizienzklasse A+. Das bedeutet, dass das Auto durchschnittlich weniger als 37% CO2 ausstößt als ein vergleichbarer Wagen mit 1490kg . Für die Berchnung ist nur das Gewicht des Wagens, nicht aber die Leistung (kW/PS) relevant. Dieser Wert sagt nichts über den Verbrauch (Liter/100km oder kwh/100km) des Wagens aus. Der Wert zeigt nur, dass der Wagen im Vergleich zu einem Wagen mit identischen Gewicht mehr oder weniger Treibstoff benötigt. |
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