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Porsche Panamera S e-Hybrid

Faktisch jeder Hersteller in der Premiumklasse beschäftigt sich mit dem Thema Hybrid. Die Gründe sind klar. Zum einen will man den Flottenverbrauch und CO² Ausstoß senken, zum zweiten zu signalisieren, dass man bereit sei, seinen Teil zum Reduktion der Abgase und dem Energieverbrauch beizutragen. Dass kommt gut an und erleichtert das Gewissen der Kundschaft beträchtlich. So hat man sich auch bei Porsche entschlossen, die zweite Generation der Hybrid- Technologie zu bringen. Diesmal im Luxus- Flaggschiff Panamera, der nun dank Plug In Technologie bis zu 36 Kilometer rein elektrisch unterwegs sein kann und das bis zu 135 km/h schnell. Dabei wurden (theoretische) Verbrauchswerte von 3,1 Liter auf 100 Kilometer ermittelt und damit ein CO² Ausstoß von nur 71 Gramm erreicht.

Die technischen Maßnahmen dazu sind mehr als umfassend. So steht neben dem V6 Verbrennungsmotor mit 245 KW (333PS) und 440 Nm ein komplett neuer Elektromotor mit 70 KW (95 PS) und 310 Nm  zur Verfügung. Als Systemleistung werden 416 PS und 590 Nm bei einer Drehzahl von 1.250 und 4.000 Umdrehungen angegeben.

Auf der elektrischen Seite entspricht dies gegenüber dem Vorgängersystem, das im Cayenne zum Einsatz kommt, einer Verdoppelung der Leistung. Noch beeindruckender ist die Steigerung bei der Batterie. Die Stromspeicher mit Lithium Ionen Technik haben nun die fünffache Kapazität als die Vorgänger. Nur dies erlaubt auch die Höchstgeschwindigkeit und Reichweite. Dazu gibt es auch eine Möglichkeit zu „Segeln“ das heißt, der Antrieb wird beim Rollen komplett von den Rädern getrennt und umfassende Möglichkeiten zur Rekuperation, der Zurückgewinnung von Energie, etwa beim Bremsen. Dazu ist eine sehr umfassende Elektronik notwendig, die neben diesen Vorgängen auch die aufwendige Kühlung und den Ladevorgang am Stecker steuert. Für diesen Ladevorgang, der an einer Haushaltssteckdose etwa vier Stunden dauert, wird ein spezielles Modul mitgeliefert. Neben dem Aufladen an der Steckdose kann der Panamera auch bewusst mit dem Verbrennungsmotor aufgeladen werden.

Der Fahrbetrieb ist hingegen nicht so kompliziert wie das Innenleben. Nach dem drücken des „Startknopfes“ fährt man vorerst mit dem Elektromotor, der im Übrigen zumindest im Innenraum komplett lautlos zur Sache geht. Nur beim Durchtreten des Gaspedals springt der Verbrennungsmotor an um beim kompletten „Kick down“ das immerhin über zwei Tonnen schwere Gefährt in nur 5,5 Sekunden auf 100 km/h zu wuchten. Dabei merkt man das Eingreifen der jeweils anderen Kraftquelle kaum, hier wurde ganze Arbeit geleistet.

Der Kostenpunkt des Autos wird bei etwa 113.000 Euro liegen, die Verkaufserwartungen von Porsche Austria liegen im einstelligen Bereich.          

Während der Panamera S E-Hybrid praktisch serienreif ist, arbeitet man in Zuffenhausen schon an der nächsten Generation. Hier wird ein neuer, wieder mit ZF/Sachs entwickelter Elektromotor mit 90 KW (122 PS) und 400 Nm zum Einsatz kommen, dazu neue Batterien mit noch mehr Kapazität. Außerdem wird die nun aktuelle Hybrid Technik auch in einer „weiteren Baureihe“ Einzug halten, vermutlich handelt es sich um den Cayenne.

Zuvor aber kommt im Herbst der schon lange angekündigte 918 Spyder. Auch er ist ein Vollhybris mit Plug In Technik, gleich zwei Elektromotoren jeweils an der Vorder- und Hinterachse sorgen neben einem V 8 Mittelmotor für Vortrieb. Die Gesamtleistung wird mit 887 PS und über 800 Nm angegeben.                             

Franz Farkas

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