- Leistung432 PS318 kW
- 0–100 km/h5,2 s
- Spitze250 km/h
- Verbrauch14,1 l/100 km
- CO₂329 g/km
- Preis Österreich60.800 €
Eine Fahrt mit dem Camaro ist für jeden umweltbewussten Bürger wie einmal Fremdgehen. Während man fährt hat man viel Spass und danach ein schlechtes Gewissen. Allein der angegebene innerstädtische Benzinverbrauch von über 20 Litern auf 100 km lässt erahnen wie schnell sich der 72 Liter Tank leert. Vielmehr als ein paar Runden um Pavarottis Bauch dürften sich da nicht ausgehen. Der innerstädtische CO2 Ausstoß 484 g/km ist eine Klasse für sich. Dieser Wert ist im negativen Sinne fast konkurrenzlos hoch.
Warum in aller Welt sollte man sich ein solches Monster in die Garage stellen? Der Grund ist relativ simpel. Das Teil ist bei fast identischen Fahrleistungen um ca. 40.000 Euro billiger als der Porsche 911er. Selbst wenn der Camaro 20 Liter/100km mehr gurgeln würde als der Porsche, dann könnte man diesen Preisunterschied durch die höheren Unterhaltskosten nicht kompensieren. Natürlich hat der Camaro eher das Vin Diesel Image, während man bei Porsche auf die ökologisch verträglichen Kundschaft mit entsprechendem Portmonee und Imagebedürfnissen setzt.
Aus finanzielle Sicht ist es jedenfalls fraglich ob Porsche die bessere Wahl ist. Leistungsmäßig bietet der Camaro einen 6,2 Liter V8 Motor mit 318 kW (432 PS) mit einem maximalen Drehmoment von 569 Nm bei 4.600 U/min. Von 0 auf 100 km/h benötigt der Camaro 5.2 Sekunden mit einem Schaltgetriebe. Mit einer Automatik verliert man noch einmal 0.2 Sekunden. Bei 250 km/h wird die Geschwindigkeit abgeriegelt.
Die Kraft wird auf die Hinterräder übertragen. Wünschenswert wäre natürlich ein Allradantrieb. Würde Chevrolet es schaffen den Benzin Verbrauch und CO2 Ausstoß auf ein erträgliches Maß zu senken, ich wäre fast geneigt mir den Camaro zu kaufen. Eines ist aber sicher. Wer sich einen Camaro kauft, der sollte Autofahren können. Im schlimmsten Fall lernt er es spätestens bei der ersten Ausfahrt. Die Traktionskontrolle sollte man besser nicht ausschalten, wenn man sich einen vorzeitigen Besuch beim Reifenhändler ersparen will.
Fazit
Ja, der Fahrspaß ist hoch. Ja, das Auto ist preislich attraktiv und ja, das Auto ist eine ökologische Katastrophe. Der Camaro hat es zumindest geschafft in uns den seltsamen Fall des Dr. Jekyll und Mr Hyde zum Vorschein zu bringen. Einerseits will man das Auto haben, andererseits schrecken der Verbrauch und er CO2 Ausstoß ab. Kurz gesagt, ein Auto wie es sich mein 5 jähriger Sohn wünschen würde.





