- Leistung136 PS100 kW
- 0–100 km/h9,7 s
- Spitze160 km/h
- Verbrauch16,6 kWh/100 km
- Reichweite350 km
- Preis Österreich40.150 €
Optisch wirkt der neue Citroen fast wie ein kleines SUV, oder zumindest ein Crossover. Die Designer haben es trotzdem wieder geschafft, dem Franzosen ein unverwechselbares Äußeres zu geben. Extrem schmale Leuchtschlitze an der sonst eher glatten Front und ein eigenwillig abgerundetes Heck dominieren den ersten Eindruck. Die relativ hohe Dachlinie und die weit aufschwingenden Türen versprechen ein bequemes Entern des durchaus geräumigen Innenraumes, der sich recht aufgeräumt und Citroen-untypisch ohne Preziosen präsentiert. Die Feinheiten legen eher im Verborgenen- so etwa eine Art Schublade vor dem Beifahrersitz, gedacht für einen Tablet PC, der auch noch aufgestellt werden kann. Das Armaturenbrett selbst ist selbstverständlich digital, auf einen breiten Mitteltunnel hat man dankenswerterweise verzichtet.
Wie üblich, teilt sich auch der neue Citroen die Plattform und deren Antriebsauslegung mit seinen Konzern-Geschwistern Opel Corsa-e, Mokka-e sowie Peugeot e-208 und e-2008. Das heißt ein maximal 136 PS starker E-Motor an der Vorderachse und eine 50 kWh (brutto) fassende Lithium-Ionen-Batterie im Fahrzeugboden.
Aufgrund des relativ geringen Cw Wertes (Strömungswiderstand) von 0,28 , der etwas niedriger als etwa beim Corsa (0,29) und Mokka (0,32) ist kommt der e-C4 weiter als diese Modelle. 350 Kilometer gibt Citroën als WLTP-Reichweite an, ein durchaus realistischer Wert, zumindest im urbanen Betrieb. Bei Überlandfahrten verkürzt sich der Radius zuweilen recht drastisch, vor allem, wenn man es eilig hat. 250 Kilometer sind aber meist kein Problem, bevor man die nächste Ladestation aufsuchen muss.
Auf den ersten Kilometern überzeugt der Wagen mit einer typischen Citroen-Eigenschaft. Komfort wird hier wirklich großgeschrieben. Die selbstentwickelte Federung mit progressivem hydraulischem Anschlag sowie die speziellen Komfort-Sitze des Hauses tragen zu einem tollen Fahrkomfort bei. Ein paar Kilometer über diverse Rumpelpisten im Umland vom nördlichen Wien zeigen, dass hier ganze Arbeit geleistet wurde und man in Sachen Fahrkomfort wieder zu alter Größe gefunden hat.

Trotzdem kann man den C4 auch sportlich im kurvigen Terrain bewegen, ohne dass die Seitenneigung oder diverse Nickbewegungen unangenehme Ausmaße annehmen. Diese komfortable und damit etwas gemächliche Fortbewegung wird vor allem bei der E-Version des C4 großgeschrieben, zählt er ja selbst in der Sport-Stellung des Fahrprogrammschalters nicht zu den Hektikern auf der Straße. Es geht zwar recht flott dahin, aber die Kraftentfaltung läuft durchaus moderat ab. Den üblichen Tritt ins Kreuz beim Beschleunigen, den andere E-Autos bieten, hat man hier nicht zu befürchten. Zu befürchten hat man auch keine Kopfstände bei einer Vollbremsung, denn zum ersten gibt es natürlich ein ABS und zum zweiten ist der Druckpunkt am Pedal etwas weich ausgelegt. Dies hängt vermutlich mit der Rekuperation, also der Energie-Rückgewinnung beim Verzögern ab, die zudem auch noch zweistufig zu verstellen ist.
Bei der Ausstattung kann man nicht klagen. Neben einer ausgezeichneten Soundanlage gibt es natürlich ein Navi, alle möglichen Konnektivitätsmöglichkeiten und natürlich diverse Assistenzsysteme, die auch ein (halb) autonomes Fahren auf Level 2 zumindest auf der Autobahn ermöglichen.