- Leistung351 PS258 kW
- 0–100 km/h5,8 s
- Spitze180 km/h
- Verbrauch18,7 kWh/100 km
- Reichweite350 km
- Preis Österreich68.500 €
Optional hatte unser Testfahrzeug das Technologie-Paket 2 und die „Infinite Blue“-Lackierung an Bord. Im Technologie-Paket enthalten sind ein B&O-Soundsystem, eine elektrische Heckklappe, ein Pre-Collision-Assist, ein aktiver Ein- und Ausparkassistent, eine 360-Grad-Kamera, ein Panoramadach (leider ohne Rollo), elektrisch verstellbare Vordersitze mit Premium-Polsterung in Leder-Optik und elektrisch anklappbare Außenspiegel mit Mustang-Pony-Projektion auf den Boden. Der Aufpreis von 4.300 Euro für alle diese Goodies sieht auf den ersten Blick recht happig aus, geht aber auch im Vergleich mit der Konkurrenz durchaus in Ordnung.
Bei Kombination aus Allradantrieb und großer Batterie mit 99 kWh Bruttokapazität (88kWh netto)verfügt der Elektro-SUV über eine Leistung von 351 PS (258 kW). Schon vom Start weg liefert der Motor dazu ein maximales Drehmoment von 580 Nm. Dank Allradantrieb wird die Kraft jederzeit sehr souverän auf die Straße gebracht, sodass die wirklich beeindruckenden Fahrleistungen jederzeit abrufbar sind. Der Sprint von 0 auf 100 km/h in 5,8 Sekunden wird souverän erledigt, die Kraft steht beinahe in jeder Situation zur Verfügung. Schnelles Überholen ist damit ein leichtes Spiel, man fühlt sich beinahe jeder Situation gewachsen. Dass die Höchstgeschwindigkeit auf 180 km/h begrenzt ist, stört vermutlich nur ganz flotte Zeitgenossen auf der deutschen Autobahn, hierzulande steht man bei diesem Tempo ohnehin schon mit einem Bein im Arrest. Passend dazu die sportliche Abstimmung des Fahrwerks, empfindliche Naturen werden sie als hart empfinden. Bodenunebenheiten vom Zigarettenpapier aufwärts werden doch spürbar an die Passagiere weitergeleitet, ganz wie vom Ur-Mustang gewohnt. Dabei würde dem Elektro-SUV trotz des Namensgebers durchaus eine komfortablere Federung gut zu Gesicht stehen, immerhin liegt er durch den tiefen Schwerpunkt ohnedies sehr gut auf der Straße. Passend zur Abstimmung gibt’s eine sehr direkte Lenkung, die das sportliche Fahrgefühl noch zu betonen hilft. Wer diese sportlichen Gene öfters nutzt, der wird jedoch bei der Reichweite einige Einbußen hinnehmen müssen. Auf die vom Werk genannten 540 Kilometer sind wir jedenfalls nicht gekommen, aber es muss betont werden, dass unser Test in der kalten Jahreszeit vonstattenging. Bei Temperaturen um die 0 bis 10 Grad ist eine Reichweite von etwa 350 bis 370 Kilometern durchaus möglich, bei entsprechender Mäßigung sind auch über 400 und etwas mehr drin. Auch der angegebene Verbrauch von 18,7 kWh ist kaum zu erreichen, wir sind auf etwa 21,5, bis 23 kWh gekommen. Dann hängt der Mustang etwa für sieben bis neun Stunden an einer 11 kWh Ladesäule oder an 45 Minuten einer Schnellladesäule mit 150 kW, um den Akku von 10 auf 80 % aufzuladen. Am Puls der Zeit zeigt sich der Mustang auch bei der Sicherheitsausstattung, die bis hin zum teilautomatisierten Fahren alles an Bord hat, was man sich derzeit wünschen kann. Fazit: Der Mustang Mach-E ist sicher eines der hervorragenden Autos mit Elektroantrieb am Markt. Die Reichweite ist soweit in Ordnung vor allem wenn man bedenkt, dass die Tanks der aktuellen Verbrenner auch immer kleiner werden. Über die Auslegung als SUV Coupè kann man als Praktiker durchaus die Stirn runzeln- aber Hand aufs Herz- ist ein herkömmliches Coupè sinnvoll oder gar praktisch?


