Reifendruck
Reifendruck an Temperatur und Beladung anpassen – und was zu wenig Luft an Sprit, Verschleiß und Bremsweg kostet.
Faustregel: 10 °C kälter = 0,1 bar weniger. Wer im Herbst bei 20 °C korrekt aufpumpt, fährt im Winter bei −10 °C mit 0,3 bar zu wenig. Immer kalt messen (weniger als 2 km gefahren); warm gemessene Werte liegen 0,2–0,3 bar höher und dürfen nicht abgelassen werden.
| Temperatur | Druck | zum Soll |
|---|---|---|
| -20 °C | 1,59 | -0,81 |
| -10 °C | 1,69 | -0,71 |
| 0 °C | 1,79 | -0,61 |
| 10 °C | 1,90 | -0,50 |
| 20 °C | 2,00 | -0,40 |
| 30 °C | 2,10 | -0,30 |
| 40 °C | 2,21 | -0,19 |
So wird gerechnet
Luft im Reifen verhält sich wie ein ideales Gas: Bei konstantem Volumen ist der absolute Druck proportional zur absoluten Temperatur (Gay-Lussac): p₂ = (p₁ + 1,013) · T₂ / T₁ − 1,013 mit T in Kelvin. Zu wenig Druck vergrößert die Walkarbeit – der Reifen erwärmt sich, der Rollwiderstand steigt (rund 1 % Mehrverbrauch je 0,2 bar), die Schultern verschleißen, und bei Nässe verlängert sich der Bremsweg. 1 bar = 14,5 psi = 100 kPa.