Reifendruck

Reifendruck an Temperatur und Beladung anpassen – und was zu wenig Luft an Sprit, Verschleiß und Bremsweg kostet.

bar
bar
°C
°C
km
l/100 km
Druck bei 0 °C 1,79 bar ohne Nachfüllen
Soll (inkl. Beladung) 2,40 bar
Abweichung -0,61 bar nachfüllen!
Mehrverbrauch 3,0 % 30 l im Jahr
Weniger Reifenlaufleistung 30 %
Längerer Bremsweg (nass) 6 %
Druck in psi 29,0 psi 200 kPa

Faustregel: 10 °C kälter = 0,1 bar weniger. Wer im Herbst bei 20 °C korrekt aufpumpt, fährt im Winter bei −10 °C mit 0,3 bar zu wenig. Immer kalt messen (weniger als 2 km gefahren); warm gemessene Werte liegen 0,2–0,3 bar höher und dürfen nicht abgelassen werden.

Reifendruck nach Temperatur (bei 20 °C mit 2,0 bar gefüllt)
00,5011,5022,50-20-10010203040°Cbar
TemperaturDruckzum Soll
-20 °C1,59-0,81
-10 °C1,69-0,71
0 °C1,79-0,61
10 °C1,90-0,50
20 °C2,00-0,40
30 °C2,10-0,30
40 °C2,21-0,19

So wird gerechnet

Luft im Reifen verhält sich wie ein ideales Gas: Bei konstantem Volumen ist der absolute Druck proportional zur absoluten Temperatur (Gay-Lussac): p₂ = (p₁ + 1,013) · T₂ / T₁ − 1,013 mit T in Kelvin. Zu wenig Druck vergrößert die Walkarbeit – der Reifen erwärmt sich, der Rollwiderstand steigt (rund 1 % Mehrverbrauch je 0,2 bar), die Schultern verschleißen, und bei Nässe verlängert sich der Bremsweg. 1 bar = 14,5 psi = 100 kPa.

Weitere Rechner: Reifen & Fahrwerk