In den 25 Jahren seines Bestehens wurde der Forester bereits über 357.000 Mal verkauft und hat sich damit als einer der Bestseller in der kleinen aber feinen Modellpalette der Japaner positioniert. Die weltweite Gesamtproduktion beläuft sich inzwischen auf rund 4,5 Millionen Einheiten Nach der kompletten Neuerscheinung 2018 wurde nun der „Förster im Nadelstreif“ einem Facelift unterzogen und bekam ein verbessertes Fahrassistenzsystem. 

Optisch tritt der neue Forester nun einen Hauch aggressiver in Erscheinung, mit neuer Frontschürze, einem nun komplett geschwärzten Kühlergrill, neuen Scheinwerfern, natürlich in LED Technik. Daneben hat man es aber wieder geschafft, eine gewisse Zeitlosigkeit im Design zu verwirklichen. Auch der neue wird in einigen Jahren neben den Konkurrenten nicht alt aussehen. Zusätzlich gibt es auch neue Farben wie etwa „Cascade Green Silica“, wie an unserem Testfahrzeug.

Subaru Forester 2022 02Besonders stolz ist man auf das verbesserte, nun in der vierten Generation befindliche „EyeSight“ genannte Fahrerassistenzsystem. EyeSight besteht aus einer Stereokamera mit zwei Objektiven, die links und rechts vom Rückspiegel angebracht sind. Diese arbeiten wie das menschliche Auge und scannen unentwegt die Straße nach unerwarteten Gefahren. Das System erkennt nicht nur andere Fahrzeuge, sondern auch Fußgänger oder Radfahrer und bestimmt ihren Abstand, ihre Form und ihre Geschwindigkeit mit hoher Genauigkeit. Neu im Paket der insgesamt 11 Assistenzleistungen sind nunmehr eine automatische Notlenkung, die adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Fahrspurzentrierung sowie ein optimierter Spurhalteassistent, der Straßenränder jetzt auch dann erkennt, wenn die Markierungslinien fehlen. Auch die weiteren Assistenten wurden einer Überarbeitung unterzogen.

Das Pre-Collision Braking System bietet nun ebenfalls eine erweiterte Unterstützung zur Vermeidung von Kollisionen an Kreuzungen. 
Das Driver Monitoring System, die Gesichtserkennungstechnologie von Subaru, die den Fahrer bei Ermüdung oder Ablenkung während der Fahrt warnt und automatisch die Einstellungen für Sitzposition, Außenspiegelwinkel und Klimaanlage anpassen kann, wurde für den Forester im Modelljahr 2022 um eine neue Gestensteuerung erweitert. Diese ermöglicht dem Fahrer, die Temperaturregelung der Klimaautomatik durch einfache Handgesten vorzunehmen. Die Gestensteuerung ist in der Praxis allerdings nicht Jedermanns (frau) Sache, die Gesichtserkennung reagiert auch bei einem kurzen Blick weg von der Straße extrem schnell und ermahnt den Fahrer nachdrücklich zur ungeteilten Aufmerksamkeit für das Geschehen auf der Straße. Mit verspielten Naturen, die sich während der Fahrt mit den diversen Systemen beschäftigen und den Blick zu lange vom Verkehrsgeschehen wenden, geht der neue Forester nun streng um.

Ach ja: Konnektivität mit dem Handy gibt es selbstverständlich auch mit einem 8-Zoll-Infotainmentsystem mit Navigationsfunktion, das mit Apple CarPlay und Android Auto kompatibel ist. 

Technisch steht der neue Forester auf der bereits bekannten Subaru Global Platform Subaru spricht von einer reaktionsfreudigeren Lenkung und einer hohen Stabilität gepaart mit einer geringen Vibrationsentwicklung. Diese garantiert wohl auch der bekannte Vierzylinder Boxer-Motor mit zwei Litern Hubraum und 150 PS Leistung, der mit einem Elektromotor (12,3 kW /16,7 PS) kombiniert ist. Der Hybridantrieb ermöglicht es, aus dem Stand bis zu 1,6 km mit bis zu 40 km/h rein elektrisch zu fahren. Wird mehr Motorkraft abgerufen, setzt der Boxer ein, der bei seiner Arbeit im mittleren Geschwindigkeitsbereich durch den E-Motor unterstützt wird. Bei hohem Tempo sorgt der Verbrenner selbsttätig für Vortrieb und lädt die den E-Motor speisende Batterie wieder auf. Über eine stufenlose CVT Automatik wird die Kraft symmetrisch auf alle vier Räder verteilt, der Fahrer kann zwischen zwei Fahrmodi wechseln um entweder sparsam (intelligent) oder sportlich unterwegs zu sein.

Subaru Forester 2022 03Im Fahrbetrieb auf der Straße bedeutet dies meist ein entspanntes Dahingleiten, im „S“ Modus etwas agiler, aber immer stressfrei. Dabei merkt der Fahrer auch kaum, ob gerade der E-Antrieb alleine werkt, nur der Boxer seine Arbeit verrichtet oder der E-Motor etwa beim schnellen Überholen mit anschiebt. Federung und Dämpfung sind auf der komfortablen Seite, auch volle Beladung stellt kein Problem dar. Extrem sportlich mag es der Forester allerdings nicht, hier merkt man recht schnell das Gewicht und den hohen Aufbau.    

Auch im unbefestigten Geläuf ist man meist entspannt unterwegs. Dafür sorgt neben der Bodenfreiheit von 220 mm der „X-Mode“ genannte Offroad-Assistent, der mit zwei wählbaren Modi („Snow/Mud“ und „Deep Snow / Mud“) jetzt nochmals verbesserte Funktionen bietet. Als neues Feature wird X-Mode automatisch wieder aktiviert, sobald der Fahrer die Funktionsgrenze von 35 km/h überschreitet und anschließend die Geschwindigkeit wieder drosselt. Damit kann man mehr Aufmerksamkeit dem Gelände widmen, ohne händisch zwischen den Modi hin- und herschalten zu müssen. Grenzen werden eigentlich nur von der Haftfähigkeit der Reifen und dem doch recht hohen Gewicht von knapp 1.700 Kilogramm gesetzt- irgendwann gräbt man sich halt ein. Dafür kann man immerhin 1.870 Kilogramm ziehen, ein Pferdeanhänger mit Inhalt oder ein größerer Wohnwagen stellen somit kein Problem dar.

Neben der geballten Technik hat man auch auf den Komfort für Fahrer und die Passagiere nicht vergessen. Der Innenraum des etwa 4,6 Meter langen Autos ist nicht nur hell, sondern auch hochwertig ausgestattet. Die Sitze bieten guten Seitenhalt und sind doch bequem, auch das Platzangebot hinten für zwei Erwachsenen oder drei Kinder ausreichend. Bei umgeklappten Sitzen gibt’s trotz der unter dem Kofferraumboden sitzenden Batterie über 1.779 Liter Ladevolumen und eine bis zu 1,98 Meter lange Ladefläche. Praktisch auch die Laderaumhaken, die das Sichern von Gepäck ermöglichen.

Das Armaturenbrett wirkt auf den ersten Blick etwas unübersichtlich, doch hat man sich einmal etwas an die eigentlich recht logische Bedienungslogik gewöhnt, kommt man schnell und einfach zurecht.

Zum Schluss ein Wort zum Preis. Der Forester ist schon mit einer recht guten Ausstattung ab 39.490 Euro zu haben – für unseren Tester in der Premium Ausstattung, die unter anderem Leder, beheizbare Rücksitze und ein Glasschiebedach beinhaltet, sind 47.286 Euro auf das Konto des Händlers zu überweisen. Erfreulich kurz ist die Aufpreisliste: sie beinhaltet lediglich die neuen Sonderlackierungen…

22 ForesterFazit:

Mit einem Forster erwirbt man ein zeitloses, solide aufgebautes Auto, das sowohl auf der Straße als auch im Gelände eine gute Figur macht und nicht an jeder Ecke steht. Ein Fahrzeug für Individualisten, die nicht jedes Jahr wechseln wollen.

Technische Daten

Preis

Preis Österreich47.286,00 Euro



KFZ Steuern


Die Steuern werden für ein Fahrzeug mit einem Benzin Motor, einem CO2 Ausstoß von 171g/km und einer Leistung von 110kW berechnet.



KFZ Steuern Österreich

Pkw mit Erstzulassungsdatum vor 1.1.2021
Für diese Fahrzeuge richtet sich die Höhe der motorbezogenen Versicherungssteuer nach dem CO2 Ausstoß und der Leistung (kw) des Verbrennungsmotors.

KFZ Steuer im Jahr 2023: 2.047,68 Euro

Steuerbelastung (bei Kauf im Jahr 2020):1.995,84 Euro
Jährliche Mehrkosten im Vergleich zu 2023:51,84 Euro


KFZ Steuern Deutschland

Motorbezogene Steuer (Benzin)40,00 €
CO2 Steueranteil (Benzin)495,90 €
KFZ Steuer535,90 €





Technik

Getriebe1 Gang Automatik
Motor4 Zylinder Benzin.E-Motor
Beschleunigung 0-100km/h11.8 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit 188 km/h
Leistung Verbrennungsmotor110 kW
Drehmoment194 Nm
Hubraum1.995 cm3
CO2171 g/km
Gewicht1.688 kg
Länge4.640 mm
Breite1.815 mm
Verbrauch8.1 Liter/100km
Tankinhalt45 Liter
Reichweite ohne Rekuperation556 km
TreibstoffBenzin
EuronormEuro 6
KommentarSubaru Forester 2.0i Premium




Energieeffizienz

Effizienzklasse: D
Energieeffizienz Klasse D

Der Wagen befindet sich in der Energieeffizienzklasse D. Das bedeutet, dass das Auto durchschnittlich zwischen 9,99% und 1% weniger CO2 ausstößt als ein vergleichbarer Wagen mit 1688kg . Für die Berchnung ist nur das Gewicht des Wagens, nicht aber die Leistung (kW/PS) relevant. Dieser Wert sagt nichts über den Verbrauch (Liter/100km oder kwh/100km) des Wagens aus. Der Wert zeigt nur, dass der Wagen im Vergleich zu einem Wagen mit identischen Gewicht mehr oder weniger Treibstoff benötigt.


FahrzeugeAutoSubaruSubaru Forester 2.0i e-BOXER Sport Edition-Waldmeister