Es ist erstaunlich: Retro Bikes sind derzeit der große Renner, auch junge Motorradfahrer können sich für die Optik von gestern und die Technik von heute begeistern. Aber nicht nur das. Derzeit werden immer wieder alte Marken neu belebt. So gibt es nun wieder SWM, Fantic aber auch Motorräder mit dem Norton Label kommen wieder, Indian feiert Erfolge und aus China hört man, dass man dort die deutsche Weltmeistermarke Kreidler wieder aufleben lassen will. Weltmeistermaschinen waren auch die Italienischen Mondial, auch sie wird es demnächst auch hierzulande geben. Die Marke wurde 1929 gegründet und fertigte bis 1960 herrliche Motorräder. Ganze zehn Weltmeistertitel konnten Mondial Piloten wie etwa Carlo Ubbiali feiern, zudem half man niemand geringeren als Honda bei den ersten Schritten im internationalen Rennsport. 1960 verlegte man sich dann aus finanziellen Gründen auf den Einbau von Fremdmotoren, bis dann 1979 das endgültige Aus kam. Anfang 2000 wollte der Geschäftsmann Roberto Ziletti die Marke wiederauferstehen lassen, und zwar mit einer 1.000er Namens Piego.

 

Der Zweizylinder-Motor kam übrigens von Honda, wo man niemals die Hilfe von damals vergessen hatte und befeuerte eigentlich die VTR 1000. 2004 kam wieder eine Pleite nach nur wenig produzierten Motorrädern. Das F.B: vor dem Namen Mondial, wie die Marke komplett heißt, bedeutet übrigens Fratelli Boselli. Die Gebrüder italienisch Fratelli) waren eine rennsportbegeisterte Adelsfamilie, denen die anfängliche Produktion von motorisierten Lastendreirädern zu wenig war. Nun geht die Geschichte weiter. Luigi Boselli, ein Sproß ebendieser Adelsfamilie und der Industrielle Cesare Galli fertigen mit ihrer Firma Pelpi International mit Sitz in Merona nahe dem Comer See wieder Motorräder mit dem berühmten Namen Mondial. Das erste Modell ist die witzig gestylte 125 Hipster, ein Funbike reinsten Wassers. Es ist B- Schein tauglich, der Motor stammt von Aprilia wo er die RS4 und die Tuono 125 antreibt. Die Einspritzung stammt von Magneti Marelli. Das Fahrwerk wirkt recht soliden mit edlen Speichenrädern, einer schön gemachten Schwinge mit zwei Federbeinen hinten und einer USD Gabel vorne. ABS gibt’s derzeit noch nicht dafür aber eine Integralbremsanlage. Ab Mitte Mai wird die Hipster auch in Österreich erhältlich sein, der Preis soll 4.190 Euro betragen. Als direkten Konkurrenten hat man etwa die KTM Duke im Visier. Importeur von Mondial ist die Phillip Weihs Fahrzeughandels GmbH. aus Wien Donaustadt. Die Firma importiert derzeit chinesische Skyteam (Honda Monkey Nachbau und die ebenfalls schön gemachten Motorräder der Franko Chinesischen Firma Mash, die recht erfolgreich sind. Aus diesem Grund kann man auch schon auf eine gewisse Händlerstruktur zurückgreifen, doch mittlerweile gibt es laut Philipp Weihs und seinem Partner Elias Juraszovich auch Händler, die nur Mondials aus dem Sortiment verkaufen wollen. „Wir suchen allerdings immer noch Partner“, so Juraszovich, „vor allem In Kärnten sind wir noch nicht fündig geworden. Im Endausbau schwebt den beiden vor, die Mondials über etwa 25 Händler vertreiben zu können.

In nächster Zukunft soll es auch eine Hipster 250 sowie eine blitzsaubere Supermoto geben.             

FahrzeugeMotorradDie Rückkehr von Mondial – Retro auf allen Linien