Kurvengeschwindigkeit
Wie schnell eine Kurve mit gegebenem Radius bei Trockenheit, Nässe, Schnee oder Eis noch geht – und die Querbeschleunigung.
Faustregel: Wer das Kurvenlimit ausreizt, hat keine Reserve mehr zum Bremsen oder Ausweichen – der Reifen kann Seitenführung und Bremskraft nur gemeinsam übertragen (Kamm’scher Kreis). Komfortabel sind 0,3–0,4 g Querbeschleunigung.
- Trocken
- Nass
- Schnee
- Eis
| Radius | Trocken | Nass | Schnee | Eis |
|---|---|---|---|---|
| 10 m | 33 | 28 | 20 | 13 |
| 15 m | 40 | 35 | 25 | 15 |
| 20 m | 46 | 40 | 29 | 18 |
| 30 m | 57 | 49 | 35 | 22 |
| 40 m | 65 | 57 | 41 | 25 |
| 50 m | 73 | 64 | 46 | 28 |
| 75 m | 90 | 78 | 56 | 35 |
| 100 m | 103 | 90 | 65 | 40 |
| 150 m | 127 | 110 | 79 | 49 |
| 200 m | 146 | 127 | 91 | 56 |
| 300 m | 179 | 156 | 112 | 69 |
| 500 m | 231 | 201 | 144 | 89 |
| 800 m | 293 | 254 | 182 | 113 |
| 1200 m | 358 | 311 | 224 | 138 |
So wird gerechnet
In der Kurve muss die Seitenführung der Reifen die Fliehkraft aufbringen: Fz = m · v² / r. Die Reifen können höchstens µ · FN übertragen, daraus folgt auf ebener Straße vmax = √(µ · g · r).
Eine zur Kurveninnenseite geneigte Fahrbahn hilft: vmax² = g · r · (sin θ + µ cos θ) / (cos θ − µ sin θ). Die Masse des Fahrzeugs kürzt sich heraus – ein schwerer Wagen kann die Kurve genauso schnell nehmen wie ein leichter, solange die Reifen gleich gut haften. Die Querbeschleunigung aq = v²/r in g ist der übliche Vergleichswert (Alltagsautos 0,8–0,9 g, Sportwagen über 1,0 g).
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