Die TZR 50 ist der R 6 und der R 1 aus gleichem Haus wie aus der Verkleidung geschnitten. Den kleinen 50er Zweitakter darunter merkt auch ein Insider erst auf den zweiten Blick, auch der Doppelschleifenrahmen aus Stahl wirkt wesentlich erwachsener als es bei der Schnapsglasklasse sonst üblich ist. Auch die Bereifung mit einem üppigen 130er hinten entspricht eher dem 125er Standard, steht aber der 50er ebenfalls gut. Die Sitzposition ist zwar sportlich aber doch einigermaßen kommod, auch größere Zeitgenossen können ihre langen Beine gut unterbringen. Auch für den Sozius ist vorgesorgt, neben einem akzeptablen Sitzplatz findet er zwei stabile Bügel zum Anhalten am Heckpürzel vor. Auch im Fahrbetrieb kann die kleine Yamaha selbst verwöhnte Motorrad-Freaks überzeugen.Wie von Yamaha gewohnt springt das kleine Triebwerk auf den ersten Druck aufs Knöpfchen an und gibt mit zwar leise aber unverkennbarem heißeren Bellen seine sportliche Abstammung bekannt. Bremsen, Kupplung und die restlichen Bedienelemente sind guter Motorrad- Standard, auch die Armaturen mit dem digitalen Tacho und dem analogen Drehzahlmesser würden einer großen Kollegin gut zu Gesicht stehen. Die Schaltung ist eng gestuft aber gut zu bedienen, mit leichtem druck wird durch das Sechsganggetriebe gesteppt. Lediglich den Leerlauf zu finden erfordert etwas Übung. Ein wirklich gutes Angebot ist der Preis, für 2.900 Euro ist die TZR derzeit zu haben, wer zögert, bezahlt demnächst den regulären Listenpreis von 3200 Euro.

FahrzeugeMotorradYamahaYamaha TZR 50 – Bonsai Racer