- Leistung408 PS300 kW
- 0–100 km/h5,1 s
- Spitze180 km/h
- Verbrauch20,0 kWh/100 km
- Preis Österreich75.000 €
Oslo. Norwegen ist das Land der Elektroautos. Jeder dritte Personenwagen in dem skandinavischen Land wird bereits rein elektrisch betrieben. Möglich ist dies durch eine massive Förderung, die derzeit zurückgefahren wird und einer wirklich gut ausgebauten Infrastruktur für die Ladung. Zudem dürfen Busspuren genutzt werden, das Laden ist meist umsonst wie auch die Benützung der Autobahn und der Fähren. Kein Wunder, dass Mercedes sein erstes rein elektrisches Auto hier vorstellt.
Der EQC basiert auf dem aktuellen GLC und läuft auch mitdiesem im Werk in Bremen vom Band. Allerdings hat er einen komplett anderen Unterboden, auch sind insgesamt 85 Prozent neu. Angetrieben wird der Wagen von zwei asynchron Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von 408 PS und einem Drehmoment von 760 Nm. Die Ladung an einer Wallbox dauert ca. 11 Stunden, bei einer leistungsstarken Schnellladestation kann man je nach Leistungsfähigkeit in 40 Minuten weiterfahren. Die Reichweite soll immerhin 445 bis 471 Kilometer unter guten Bedingungenbetragen, im norwegischen Winter wird man sich eher mit gut 100 Kilometern weniger begnügen müssen. Um das Lademanagement so optimal wie möglich zu gestalten, hat man sich bei Mercedes einiges einfallen lassen. So kann per Handy App das Auto nicht nur geladen, sondern auch an der Steckdose vorgekühlt oder vorgeheizt werden, es sucht die nächste Ladestation oder plant eine Fahrt mit den notwendigen Ladepausen. Natürlich geht das auch vom Inneren des Autos, über ein sogenanntes intelligentes Navigationssystem, das zumindest bei den von uns getesteten Vorserienfahrzeugen noch einige Kinderkrankheiten aufwies.
Im Fahrbetrieb gibt sich der EQC 400 erstaunlich leise und angenehm.- Erreicht wurde dies durch aufwendige Maßnahmen zur Innenraumdämpfung, unter anderem auch durch dickere Scheiben. Die Bedienung ist einfach, der Fahrer kann auch unter verschiedenen Fahrmodi wählen und die Rekuperation (zurückgewinnen aus Bremsenergie) beeinflussen bis hin zum One Pedal Level, bei dem das Bremspedal praktisch nicht betätigt werden muss.
Natürlich ist auch dieses Modell mit Assistenzsystemen vollgestopft, vom Spurhalteassistenten bis hin zur Abstandshaltung und einer Fußgängererkennung, optional auch bei stehenden Fußgängern oder Hindernissen auf der Fahrbahn.
Mercedes setzt offensichtlich sehr viel auf die Elektromobilität, der EQC ist nur der Anfang. Bis 2025 sollen bis zu 10 Elektromodelle folgen. Der erste ist jedenfalls ab Ende November dieses Jahres erhältlich und soll ab 75.500 Euro kosten. Ein Sondermodell namens 1886, dem Jahr als das erste Benz Modell erschien wird allerdings aufgrund seiner opulenten Ausstattung über 90.000 Euro teuer sein.
Neu: Mercedes EQC 400
Markteinführung: November 2019
Preis: ab 75.500 Euro





