- Leistung218 PS160 kW
- 0–100 km/h6,9 s
- Spitze157 km/h
- Verbrauch13,5 kWh/100 km
- Preis Österreich42.050 €
Der Leaf ist auch das erste Großserien-Elektroauto, das von Anfang an für diesen Antrieb konzipiert wurde. Mittlerweile ist er in weit über 50 Ländern erhältlich und wurde bisher mehr als 500.000 Mal gebaut. Er ist wohl das weltweit meistverkaufte Elektrofahrzeug und wird auch in den USA und in Großbritannien produziert. Inzwischen ist es um den Vorreiter einer neuen Autowelt ein wenig ruhig geworden, Konkurrenten wie etwa VW mit dem ID.3, aber auch BMW, Renault, Peugeot usw. drängen mit Furore auf den Markt. Doch bei den Japanern ist die Zeit nicht stehen geblieben, der Leaf wurde im Laufe der Jahre stetig weiterentwickelt, vor allem seine Batterie. Bei der Einführung des Vorgängers hatte sie noch eine Kapazität von 24 kWh, der aktuelle Leaf wird mit 40 kWh und 62 kWh als Leaf e+ angeboten. Wir haben die letztere Version zum ausführlichen Test ausgefasst und man kann es gleich vorab bemerken- wird wurden nicht enttäuscht. Laut praxisnaher WLTP Norm wird eine Reichweite von immerhin 385 Kilometern versprochen, und auch annähernd gehalten. Bis zu 360 Kilometer bei „normaler“ Fahrweise sind kein Problem, auch wenn wie jetzt in den warmen Tagen die Klimaanlage in Betrieb ist, sind 320-340 Kilometer durchaus machbar. Dabei kommt auch der Fahrspaß nicht zu kurz, der 160-kW-E-Motor legt bei Bedarf ungemein kraftvoll los und bringt mit einer Beschleunigung von 6,9 Sekunden auf 100 km/h, auch Fahrwer von diversen Sportwagen ins Schwitzen. Der Clou dabei ist, dass der Verbrauch bislang trotzdem unter 20 kWh bleibt und damit auch Autobahnetappen mit 130 km/h auf der Uhr nicht überproportional an der Reichweite zehren, wie es teils bei der Konkurrenz üblich ist.
Das alles ergibt eine feine Alltagstauglichkeit und das Gefühl einer souveränen und nervenschonender Motorisierung. Dazu kommen viel Platz im Innenraum. Bequeme Sitzmöbel und eine große Anzahl diverser Helferleins in Form von Assistenten zumindest im gehobenen Ausstattungsniveau. Neben einem adaptiven Tempomat bzw. einem Assistenten, der auch das Tempo der eingegebenen Route anpasst (Stichwort: Abbremsen vor engen Kurven), bewahrt das ProPILOT-System vor allem bei zähflüssigem Verkehr vor einem Ansteigen des Stresspegels, denn das System hält selbstständig die Spur und den Abstand zum Vordermann. Es funktioniert bei einer Geschwindigkeit ab 30 bis 100 km/h. Der ProPILOT wird am Lenkrad aktiviert und im Bordcomputer angezeigt.
Etwas Rätsel gibt zuweilen die Bedienung auf, man muss sich oft durch diverse Menüs arbeiten um das gewünschte Ergebnis zu erreichen. Etwas befremdlich ist die Montage des (bei der Ausstattung Tekna serienmäßig) Verstärkers des Bose Soundsystems etwas lieblos am Boden des ansonsten sehr geräumigen Kofferraums.

Preislich kann der Leaf mit 37.550 Euro mit dem Großen Akku in der Basissausstattung durchaus überzeugen, für den von uns getesteten Tekna sind 42.050 Euro zu berappen.
Dafür bekommt man ein E-Auto mit großer Alltagstauglichkeit und den gesammelten Erfahrungen von immerhin 11 Jahren Elektro-PKW Erfahrung.