- Leistung340 PS250 kW
- 0–100 km/h6,9 s
- Spitze218 km/h
- Verbrauch4,1 l/100 km
- CO₂169 g/km
- Preis Österreich137.000 €
Dass jetzt eine Diesel Hybrid Version erhältlich sein wird ist lobenswert, allerdings auch keine technische Sensation. Andere Hersteller wie Toyota oder Honda wollen 2015 bereits Brennstoffzellen in Serie anbieten. Von diesem Trend ist bei Rover noch nichts zu bemerken.
Das alles ändert nichts daran, dass SUVs einen beispiellosen Boom erleben. Sie bieten viel Platz, haben die Fahreigenschaften eines PKWs und können sich sogar im Gelände bewegen. Ein Umstand der in der westlichen Hemisphäre so gut wie nie eintritt. Trotzdem ist diese Option für die meisten Verkäufer von großer Bedeutung.
Der Range Rover zählt in diesem Segment zu den absoluten Luxusgefährten. Wie seine Kollegen hat er trotz aller technischen Finessen zwei große Nachteile. Der Luftwiderstand gleicht dem eines Kühlschranks auf vier Rädern. Bei einem cW Wert von 0,36 hat der Range Rover denselben Luftwiderstand wie ein Tatra 87 BJ 1937. Das hohe Gewicht von knapp 2,4 Tonnen ist vor allem bei glatten Schneefahrbahnen ungünstig. Wenn der Range Rover rutscht, dann ist er im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr zu bremsen. In diesen Momenten wünscht man sich, dass man in einem Subaru sitzt.
In der Realität spielen diese beiden Nachteile aber keine Rolle. Erstens wird den über 100.000 Euro teuren Autos in den meisten Fällen jedes schwierige Gelände erspart bleiben und zweitens ist der Spritverbrauch in dieser Preiskategorie nebensächlich. Wenn man tatsächlich im schweren Gelände unterwegs ist, gibt es vernünftigere Alternativen auf die man zurückgreifen kann. Da wären der Defender oder die preiswerten und robusten Pickups von Toyota (Hilux) oder ISUZU. Abgesehen von ein paar Scheichs werden wohl die wenigsten Kunden mit ihrem Fahrzeug durch die Wüste brettern.
Der Range Rover schluckt im Normverbrauchszyklus laut Hersteller 6,4 Liter auf 100 km. Diese Angabe ist genau so realistisch wie die Angaben des Porsche Spyders dessen Verbrauch mit unter 4 Litern angegeben wird. Der reale Verbrauch liegt aufgrund unserer Erfahrungen zwischen 8 und 9 Litern. Das ist immer noch sehr gut. Der Elektromotor leistet 35 KW (48 PS) mit 170 Nm. In Kombination mit dem 3,0 Liter Sechs Zylinder Dieselmotor ergibt sich eine Gesamtleistung von 250 kW (340 PS). Das maximale Drehmoment liegt bei 700 Nm. Wer rein elektrisch fahren will, kann dies mit einer Maximalgeschwindigkeit von 48 km tun. Die maximale Reichweite liegt bei 1,6 km. Der Akku hat eine Leistung von 1,7 kW. Im Vergleich dazu hat der Akku des Toyota Prius eine Leistung von 4,4 kW.
Der Elektromotor ersetzt den bei Automatikgetrieben üblichen Drehmomentwandler. Dies ist auf der einen Seite platzsparend, auf der anderen Seite handelt es sich hier um einen Parallel Hybrid ohne Leistungsverzweigung. Die technisch anspruchsvollere Version (ein Parallel Hybrid mit Leistungsverzweigung), wie zB im Prius realisiert, wäre wünschenswert, da man damit weit größere Strecken rein elektrisch zurücklegen kann.
Fazit
Der Range Rover ist zweifellos ein wunderbares Auto mit dem auch im Gelände fahren kann. Wer wirklich vor hat im Gelände zu fahren, der sollte sich einen anderen Wagen zulegen. In Mitteleuropa wird es wahrscheinlich keinen Anwendungsfall geben, bei dem nicht jedes andere 4WD Fahrzeug ausreicht. Spaß macht es trotzdem mit dem Range Rover zu fahren. Das trifft aber für alle anderen Wagen der 100.000 Euro Kategorie auch zu.


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