- Leistung154 PS113 kW
- 0–100 km/h9,5 s
- Spitze178 km/h
- Verbrauch1,0 kg/100 km
- Preis Österreich78.540 €
Schon lange geistern diverse Konzepte über mit Wasserstoff betriebene Autos durch diverse Messen, auch die eigentlich schon sehr alte Brennstoffzelle wird immer wieder zitiert, immerhin gibt es sie schon seit 1838 (!). Brennstoffzellen sind eigentlich Wandler, die mittels einer chemischen Reaktion aus zugeführtem Brennstoff wie zum Beispiel Wasserstoff und Sauerstoff Strom produzieren, mit dem man etwa auch ein Fahrzeug antreiben kann. Aus dieser Sicht ist der Mirai (japanisch: Zukunft) eigentlich ein Elektroauto, das sich den benötigten Strom selbst an Bord erzeugt. Der Vorteil: getankt ist in drei Minuten und aus dem Auspuff kommt nur Wasser, das entweder in einem acht Liter fassenden Tank gespeichert oder als Tröpfchen abgelassen werden kann. Die neuartige Technik erklärt auch die zum Teil etwas eigenwillige Optik. Die mächtigen Schlünde an der Front sollen den benötigten Sauerstoff ansaugen, sie sind auch etwas hinderlich für eine wirklich gute Aerodynamik. Unter der Haube und auch sonstwo ist alles anders. Die im Prinzip aus dem Prius stammende Steuereinheit findet vorne Platz, die Brennstoffzellen befinden sich unter den Fahrer- und Beifahrersitzen, die beiden Wasserstofftanks zwischen Rückbank und Kofferraum. Der ist mit 361 Litern nicht gerade üppig, aber ausreichend.
Im Inneren sieht es eigentlich aus wie in einem herkömmlichen Auto. Vier Personen finden bequem Platz und das Armaturenbrett ist glatt und weitgehend frei von Schaltern und Knöpfen. Dafür gibt es einen großen Touch Screen über die die meisten Funktionen bedient werden können, auch den „Schalthebel“ kennt man vom Prius. Das Fahren gestaltet sich wie mit einem Elektro- Auto, mit 154 PS ist man nicht nur lautlos, sondern auch ansprechend motorisiert. Zudem steht das Drehmoment von immerhin 354 Nm schon ab Null zur Verfügung, was eine fulminante Beschleunigung garantiert. Die beiden Tanks, in denen der Wasserstoff unter einem Druck von 700 Bar gespeichert wird, fassen je 2,5 Kilogramm. Der Verbrauch von 0,75 Liter auf 100 Kilometer entspricht einem Preis von etwa sechs Liter Benzin, Tendenz mit dem fallenden Spritpreis steigend. Dafür gibt’s eine Reichweite von über 500 Kilometern. Ein gravierender Nachteil: es gibt in Österreich gerade einmal zwei (!) Wasserstofftankstellen und die sind nicht öffentlich. Aus diesem Grund wird der Mirai hierzulande noch nicht angeboten im Gegensatz zu unserem Nachbarn der BRD. Auch der Preis ist nicht gerade verbraucherfreundlich. Mit 66.000 Euro ohne Steuern (also ohne MwSt, Nova entfällt) ist man in der Oberklasse. Aber steigende Produktionszahlen könnten das Zukunftsauto Auto verbilligen, zudem wird das Tankstellennetz sicherlich auch wachsen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Zitat: Wir werden in naher Zukunft reine Elektroautos für die Kurzstrecke und Brennstoffzellenautos für die Langstrecke anbieten. Yoshikazu Tanaka, Entwicklungsleiter Toyota Mirai Neu: Toyota Mirai
Markteinführung: Noch nicht bekannt. Preis. ca. 66.000 Euro ohne Steuern
Motor: Elektromotor mit 154 PS, Drehmoment 354 Nm
Ausstattung: Pre Collisions System mit Fußgängererkennung, toter Winkel Warner, Rückraum Assistent, Anfahr Kontrolle, Adaptiver Tempomat, ESP, Berganfahrhilfe, Parkassistent, Rückfahrkamera, Premium Audio System Freisprecheinrichtung, Sitzheizung an allen Plätzen uvm.


