- Leistung109 PS80 kW
- 0–100 km/h12,3 s
- Spitze180 km/h
- Verbrauch4,2 l/100 km
- CO₂98 g/km
- Preis Österreich13.690 €
Bereits Mitte der Neunziger Jahre gab es einen Suzuki Baleno, sogar in drei Karosserievarianten. Nun wurde der name wiederreaktiviert, allerdings nur mit einem Hatchback. Dessen Form nennen die Marketingstrategen der Japaner „Liquid“, also flüssig. Vermutlich ist damit die eher rundliche Karosserie gemeint, die aber durchaus gefällig anzusehen ist. Daneben bietet der knapp unter vier Metern in der Länge messende Wagen erstaunliche Platzverhältnisse. Vor allem in der hinteren Reihe können es sich zumindest zwei Erwachsenen so richtig bequem machen, für drei wird’s dann doch etwas eng. Dazu gibt es noch einen ordentlichen Kofferraum mit immerhin 355 Litern Platz. Motorisch setzt man auf einen 1,2 Liter Vierzylinder mit 90 PS und einen aufgeladenen 1,0 Liter Dreizylinder der immerhin 111 PS auf die Vorderräder wuchtet. Daneben gibt es bei der Vierzylinder Variante auch noch einen Softhybrid, bei dem ein Elektromotor den Benziner unterstützt, rein elektrisch kann der Baleno allerdings nicht fahren.
Innen findet man sich relativ schnell zurecht, auch wenn die Informationsflut für ein Auto in dieser Klasse fast zu viel des Guten ist. So gibt es zum Beispiel eine Anzeige für die Fliehkräfte, die in schneller gefahrenen Kurven auf das Auto wirken und einiges mehr. Natürlich gibt es auch einige Assistenten, wie etwa eine radargesteuerte aktive Bremsunterstützung, die nicht nur warnt, sondern im Bedarfsfall auch den Wagen abbremst. Zu erwähnen ist wohl auch ein Start Stoppsystem, das schon im Rollbetrieb unter 15 km/h aktiv wird. (nur beim Hybridmodell)
Im Fahrbetrieb gibt sich der Baleno recht unauffällig, nur die um die Mitte etwas träge Lenkung ist gewöhnungsbedürftig. Der Vierzylinder ist nicht unbedingt ein Ausbund an Quirligkeit, doch er sorgt für standesgemäße Fortbewegung. Der Turbomotor stand zum Test leider nicht zur Verfügung, dürfte aber deutlich lebhafter sein. Die Verarbeitung des in Indien gefertigten Autos ist recht gut, die Hartplastiklandschaft des Armaturenbretts könnte etwas gediegener ausfallen. Es stehen drei Ausstattungsvarianten zur Verfügung, wobei schon im Basismodell eine Klimaanlage und elektrische Fensterheber vorne serienmäßig sind.
Bei Suzuki Austria erhofft man sich einen Absatz von etwa 1.000 Stück noch heuer, im nächsten Jahr sollen es dann 1.500 werden. Ein Diesel ist vorerst übrigens nicht geplant.
Zitat: wir sind mit dem neuen Baleno keine Experimente eingegangen Helmut Pletzer Geschäftsführer Suzuki Austria









